100 Jahre Liederkranz Benzingen

Einen Geburtstag, den man nicht so schnell vergessen wird, feierte der Liederkranz Benzingen.

100 Jahre Liederkranz war Anlaß, mit befreundeten Chöre dieses Fest zu feiern.

Der MGV Schmeien, der Sängerbund Veringenstadt sowie der MGV Liederkranz Straßberg folgten sehr gerne der Einladung des Jubel-Vereins.

Desweiteren waren unter den zahlreichen Gästen der Landrat des Zollernalbkreis, Günther-Martin Pauli, der Bürgermeister aus Winterlingen Michael Meier, der Ortsvorsteher von Benzingen Ewald Hoffmann sowie Pfarrer Hubert Freier und vom Chorverband Zollernalb der stellvertretende Präsident Walter Heilig.

Sehr erfreut zeigte sich der Vorsitzende des Liederkranz, Karl Späh, über diese überwältigende Resonanz.

Die Benzinger Festhalle war voll und herrlich dekoriert. Man fühlte sich gleich heimisch und wllkommen.

Den Abend eröffnete der Gastgeber mit einer Volksweise aus Dalmatien: „Kleine Barke im Wind“ hatte sie im Gepäck. Britta Neher, die seit Januar 2019 den gemischten Chor leitet, stellte eindrucksvoll unter Beweis, was sie mit ihren Damen und Herren aus dem Chor vorbereitet hat. Einfach zurücklehnen und lauschen. Natürlich war die einheitliche Anzugsordnung auch ein tolles Bild.

Karl Späh war es auch anzumerken und –zusehen, die Gäste mit einer Herzlichkeit begrüßen zu dürfen.

Britta Neher führte mit ihren gekonnten Ansagen durch den Abend.

So war es für den Benzinger Chor auch wichtig, das erste jemals aufgeführte Lied bei dieser Veranstaltung zu singen; das Abendlied (ein Gedicht von Ölschläger).

Eine Besonderheit des Abends war es, daß auch alle Chöre ausschließlich Lieder mit deutschen Texten sangen.

So auch der Liederkranz Straßberg, der unter der Leitung von Detlef Siber ein hervorragendes Bild abgab. 18 Straßberger Männer überzeugten mit ihren herrlichen Stimmen und den Liedern „Über den Wolken“, Peter Krauses „Manchmal“ , „Weit, weit weg“ sowie „Ich war noch niemals in New York“. Der Lohn für diesen gelungenen Auftritt war der Applaus des begeisternden Publikums.

Garry Ortel, Vorsitzender des Straßberger Männerchores, sagte anschließend Danke und überreichte zum Jubiläum eine Plakette für die Vereinsfahne sowie ein Weinpräsent.

Auch der Sängerbund Veringenstadt mit seinem Dirigent Anton Roggenstein hatte musikalische Geburtstagsgrüße mitgebracht. Mit Arrangements von Roggenstein, wie z.B. „What a wonderful world“ mit deutschem Text,  glänzte der rührige Männerchorstimmgewaltiger Man-Power. Werner Winkler, einer der drei Vorstandsmitglieder des Sängerbund, gratulierte im Namen seines Vereins und zeigte sich ebenfalls glücklich, dieses Jubiläum mitgestalten zu dürfen.

Der MGV Schmeien, die auch seit diesem Jahr einen neuen Dirigenten haben, reihten sich in die musikalischen Gratulanten-Reigen ein. Julian Mack, der den Chor jetzt leitet, konnte die Liedauswahl nicht besser treffen.

„Schöne Nacht“ von Wilhelm Nagel ließ im Saal gleich eine Gänsehautstimmung erzeugen. Die Schmeiener Männer überzeugten mit ihren tollen Tenor- und Bass-Stimmen und wurden auch mit dem entsprechenden Applaus belohnt.

Nach einer 20-minütigen Pause kam dann der eigentliche Höhepunkt des Abends. Die Verleihung der Zelter-Plakette, die es für ein solches Jubiläum gibt. Es ist die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre. Der Bundespräsident verleiht sie alljährlich an Chöre, die seit mindestens 100 Jahren ununterbrochen musikalisch wirken und sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben. Zusammen mit der Zelter-Plakette wird eine vom Bundespräsidenten unterzeichnete Urkunde überreicht.

Diese Ehrung war für den Landrat Günther-Martin Pauli nicht eine Pflichtaufgabe. Er kam dieser Anfrage zur Verleihung sehr gerne nach und zeigte sich auch sehr erfreut, dieses Auszeichnung an diesem Fest überreichen zu dürfen.

Michael Maier (Bürgermeister aus Winterlingen) sowie Ewalt Hoffmann (Ortsvorsteher von Benzingen) schloßen sich den Geburtstagsgrüßen sehr gerne an und durften auch dem Chor mit entsprechenden Präsenten gratulieren. Ewald Hoffman durfte zudem im Namen der Benzinger Vereine in Vertretung des Vereinssprecher Dirk Sieber einen Scheck überreichen.

Natürlich ließ es sich auch der Chorverband Zollernalb nicht nehmen, dem Liederkranz zu gratulieren.

Walter Heilig, der Stellvertr. Präsident, überbrachte zunächst die herzlichste Grüße des Präsidenten Michael A.C. Ashcroft und durfte anschl. die Ehrenurkunde des Deutschen Chorverband mit der eigenhändigen Unterschrift des Präsidenten Christian Wulff sowie einen Scheck überreichen.

Last but not least reihte sich der Chorleiter des kath. Kirchenchor „Himmelspforte“ aus Benzingen, Christoph Roser in den Gratulantenreigen ein.

Daß die Benzinger Sängerinnen und Sänger auch einen Traum leben, besangen sie mit dem deutschen Hit der Gruppe „Münchener Freiheit“. „So lang man Träume noch leben kann“ studierte Britta Neher akkriebisch ein und war sichtlich erleichtert, als die letzten Töne dieses Liedes perfekt verklungen waren.

Der musikalische Geburtstagsreigen ging eindrucksvoll weiter. Ob es „ein graues Haar“ war oder das Lied über die „hochwertigeren Kraftfahrzeuge, die im Süden gebaut werden“ – die sogenannte Schwabenhymne, es sollte wieder für jeden Geschmack etwas dabei sein.

So ging die Reise auch weiter mit „Born to be wild“ nach einem deutschen Arrangement von Anton Roggenstein, bis hin zum weltweit bekanntesten deutschen Volklied „Mus i denn zum Städtele hinaus“, das Julian Mack für seinen Schmeiener Männerchor arrangierte.

Andreas Janz, der Vorsitzende des MGV Schmeien, durfte sich selbstverständlich auch noch in die Riege der Gratulanten einreihen. Da es vor, während und nach den Singstunden immer so trocken ist, brachte er eigens hierfür eine entsprechende Getränkekiste mit. Diese wurde handgefertigt und mit den entsprechenden Aufschriften und Wappen gestaltet.

Da Schlußwort oblag dem Vorsitzenden Karl Späh. Er bedankte sich bei allen Gästen, die zum Gelingen dieses Jubiläums beigetragen haben, sei es „nur“ als Zuhörer oder als Sänger/in oder als offizieller Gratulant. Ein überwältigendes Ereignis endete mit mehr als zufriedenen Gastgeber des Liederkranz Benzingen.  Mit einem Dankeschön an die jeweiligen Chorleiter endete ein toller Jubiläumsabend. Gilt zum Schluß nur noch anzumerken: Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag.