Liederkranz Zillhausen verzaubert Publikum mit „Rosen im Herbst“

Der Liederkranz Zillhausen zeigte beim Herbstkonzert am 26. Oktober was er drauf hat. Nicht nur mit den Liedern über die Rose sondern auch mit Gedichtvorträgen und Instrumentaleinlagen zogen die Mitwirkenden die Besucher in ihren Bann. Keine andere Blume ist wohl so bekannt und beliebt, wie die Rose. Sie ist das Sinnbild für die Liebe und wem man eine Rose überreicht, dem schenkt man im übertragenen Sinne auch sein Herz. Diese Aussagekraft nutzte der Liederkranz mit seiner Auswahl der Lieder für sein treues Publikum.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Paula Bäzner war es zunächst mucksmäuschenstilll. Mit großer Klangfülle stimmte der Liederkranz sein erstes Lied von Friedrich Silcher „Das Waldhorn“ an. Dirigent Hans Seiwerth, der umsichtig durch das Programm führte, hatte sein Team hervorragend eingestellt. Prima seine erläuternden Worte zu den einzelnen Beiträgen und die variable und virtuose instrumentelle Unterstützung des Chores.

 

Das musikalisch-literarische Programm mit bekannten und weniger bekannten Liedern rund um die Königin der Blumen pries den Zauber der Rose. Melitta Luppold trug Gedichte von Heinz Erhard, Hermann Löns und Heinrich Seidel vor.

 

Mit dem Gedicht von Ernst Moritz Arndt, vertont von Friedrich Silcher, „Juch-hei! Blümelein“, dem „Heideröslein“ von Heinrich Werner und dem „Erlaube mir, feins Mädchen“ von Johannes Brahms gelang es dem Chor unterschiedliche Textinhalte durch abwechslungsreiche Dynamik umzusetzen. Zwei junge Mädchen, Saskia Henle und Julia Karbstein, bereicherten die Vortragsreihe indem sie mit ihrer Gitarre den Song „Se?orita“ gefühlvoll vortrugen. Ihr Mut wurde vom Publikum mit viel Beifall belohnt. Die beiden Gedichte von Hermann Löns „Abendlied“ und „Rosen im Schnee“, vertont von Fritz Jöde und Cäsar Bresgen, wurden mit weichem Chorklang präsentiert. Im „Oberschwäbisches Tanzlied“ von Friedrich Silcher stellte der Chor seine fulminante Strahlkraft vor.

„Des Sommers letzte Rose“, eine altirische Volksweise, bearbeitet von Friedrich Silcher, mit dem Text von Thomas Moore wurde von böhmischer Wanderharfe und irischer Tin-whistle eindrucksvoll begleitet. Zusammen mit dem Lied „Morgen muss ich fort von hier“, vertont von Friedrich Silcher, aus „Des Knaben Wunderhorn“ trug der Chor die klangvollen Akkorde in bewundernswerter Weise vor. Ab dem Vortrag des Liedes „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ aus Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ kam ein bisschen Flair von Hausmusik auf. Der Chor wurde durch die gefühlvolle Klarinettenbegleitung von Silke Ufermann und dem Einsatz von Mundharmonika und Gitarre unterstützt. Spätestens mit den Schlagern von Nana Mouscouri „Weiße Rosen aus Athen“ und Martin Lauers „Die letzte Rose der Prärie“ wurde der/die Letzte im Publikum mitgerissen. Der Zillhauser Liederkranz meisterte sämtliche Kompositionen mit Bravour und wurde vom Publikum mit reichlich Beifall belohnt.

 

Martina Henle, 2. Vorsitzende, führte während des Herbstkonzerts zwei Ehrungen durch. Für 40 Jahre Mitglied beim Liederkranz wurde Paula Bäzner geehrt und für sage und schreibe 60 Jahre Renate Witzemann. Beiden ein „Danke schön“ für ihren unermüdlichen Einsatz.

Beim anschließenden Buffet konnten sich Sängerinnen und Sänger und Gäste um das leibliche Wohl kümmern. Die Partyband HITT EXPRESS heizte dem Publikum anschließend noch lange kräftig ein.