Comedy-Abend mit den Schrillen Fehlaperlen ein voller Erfolg

In der ausverkauften Meßstetter Festhalle erlebte das Publikum am Samstagabend mit dem Auftritt der „Schrillen Fehlaperlen“ aus Neufra einen der größten Highlights von Comedy, Witz und Humor.

Da hatte der Vorsitzende des veranstaltenden Gesangvereins Thomas Endres bei seiner Begrüßung nicht zu viel versprochen, als er die vier schrillen, charmanten und attraktiven Fehlaperlen Tine Riester, Moni Schultz, Bianca Henkel und Karin Daikeler zusammen mit dem Gitarristen und Entertainer Ferdi Riester den  erwartungsfrohen Gästen vorstellte und einen unvergesslichen Comedy haften Abend der garantiert die Lachmuskeln strapazieren wird ankündigte. „Wir sind brutal froh, aber auch etwas aufgeregt, hier in Meßstetten vor solch anspruchsvollen Besuchern in diesem „ehrenwerten Haus“ aufzutreten und sie für mehrere Stunden mit Gesang, Humor, Power und Leidenschaft zu unterhalten“ stieg der Gitarre spielende Quotenmann Ferdi Riester in diesen wirklich humorvollen Abend ein. Kaum erklang das erste Lied über Männer, die man bei Amazon und Zalando mit Rückgaberecht bestellen kann, klatsche das Publikum begeistert mit und spendeten dem Gitarristen Ferdi, der während sich die Frauen zum Umziehen begaben um attraktiver in Erscheinung zu treten, von den Erlebnissen eines Abteilungsleiters  der in der Firma als  Abteilungsleiter das, was in der Familie die Schwiegermutter ist“, verdeutlichte und über die prekären Folgen einer Affäre des Abteilungsleiters mit einer Mitarbeiterin gesungen hat. Das Fazit: „Kriegst du beim Fremdgau oins auf`d Gosch, zahlt it mal dei Krankakass.“ Das ließ bei den Besuchern wahre Beifallsstürme aufkommen.Im Country-Outfit kamen die vier Perlen wieder auf die Bühne um von verrückten Lebenssituationen wie Cocktails beim Kaffeeklatsch, dem Jugendwahn und seinen Folgen, von Schwerenötern und Liebestötern, von der Be- und Entsorgung von Männern sowie von den Abenteuern während der Afrikareise zu berichten.Nun hatte sich Tine Riester eine rote Schürze umgebunden um mit ihrem Mann Ferdi mit musikalisch, comedyanten Gesang klarzumachen, wie schwierig es ist, zu backen, wenn man es gar nicht kann, wenn es dabei an der Haustür klingelt und die Brille in den Teig fällt. Am Ende wird dann eine Torte aus der Tiefkühltruhe aufgetaut um den Kaffeeklatsch zu retten. Dabei wurden die Lachmuskeln der Zuhörer, die gar nicht mehr aus dem Lachen heraus kamen, arg strapaziert.Träumerisch schwelgte Tine Riester in Erinnerungen, als sie mit ihrem Mann bei der über Neufra stehenden Kapelle zärtliche Liebeleien austauschten und glückliche Momente erlebt haben.Viel zu lachen hatten die Zuhörer bei der Story über den unbeliebten Nachbarn, den Tine nicht leiden kann, sich aber an ihn gewöhnt hat und schließlich drei Kinder von ihm hat. Welche Probleme in schlaflosen Nächten die Fernsehprogramme mit den Werbungen und „Schweinskram“ so mit sich bringen, diese wurden von Ferdi dargelegt, der sich dann aber in lustiger Ausdrucksweise über die Autos aus aller Welt ausgelassen hat. Die in schrillem Outfit auftretenden vier Grazien begaben sich in den Urlaub nach "bella Italia" und erlebten was manchmal vor der Ehe versprochen und danach nicht immer eingehalten wird, egal ob von Mann oder Frau. Begeisternder Applaus brandete auf und die schrillen Fehlaperlen verabschiedeten sich in die Pause.Danach stimmten die Fehlaperlen ihr bekanntestes Lied an: "Aber mir roichts, wenn i wois, wenn i kennt, wenn i wett" und ernteten damit erneut großen Beifall.Keine Scheu für ihre Rundungen hatte Bianca Henkel, die über das Volumen sang und am Ende zum Fazit kam „Hauptsache Gsond“ zu sein.Ein etwas heikleres Thema besangen die mit Wortwitz und derb-schwäbischen Liedern behafteten Fehlaperlen, indem sie über die verschiedenen Situationen beim Pupsen angespielt haben. So etwa wie dem Bürgermeister, dem nach der Wahl das Pupsen wurde zur Qual und statt Luft kam nur Material, oder dem Pfarrer bei der Beichte ein Wind entweichte. Auch von den feinen Damen die das Fiedla nadrucke sollet, das ma es gar nicht hört, jedoch durch das Dekolletee steigt das Gschmäckle in die Höh. Das honorierte das lauthals lachende Publikum mit stürmischem Beifall.Was alles passieren kann, wenn Männer den Valentinstag vergessen und sich in einem Gasthaus versammeln um einen kräftig hinter die Binde zu gießen, das hatte Ferdi in seinem Song zu beklagen.Keine Lust zum Meditieren haben die Frauen, da man dabei stundenlang die Klappe halten soll war die Meinung der Fehlaperlen. Man kann nach „drei Viertele“ kaum noch das afrikanische Zululied „Siyahamba“ mit dem schwäbischen Dialekt unterscheiden, was die schrillen Fehlaperlen mit humorigen Texten zu schwungvoller Gitarrenbegleitung geschafft haben. „Ond fendet ma koi Klo dahanna, no macht ma halt en´d Kaffeeekanna“ war das Resultat der Afrikareise. Wie ein bekanntes Küchenpapier zur Fleckenentfernung helfen kann war ein weiteres Thema, wonach Ferdi aus jüngerer Sicht auf der Couch die Sportschau verfolgte und sich dabei für das Marathonlaufen entschieden hat, was aber seine Frau für sehr fraglich hielt, da er dabei „Höllenqualen“ zu überstehen hätte. Als Ferdi im Stil von Liedermacher Reinhard Mey „Männer im Baumarkt, während draußen die Frau parkt“ beschrieb, kam aus dem Publikum zustimmendes Nicken und natürlich begeisterter Applaus.Ganz in schwarz gekleidet kamen die Fehlaperlen mit traurig-ernstem Gesichtsausdruck auf die Bühne um mit dem Lied „Wir sind mal wieder zu haben“, weil sie ihre Männer mit verschiedenen Mitteln umgebracht haben, kund zu tun, dass sie doch noch nicht zu haben sind, weil sie noch im Gefängnis sitzen. Im nächsten Alleingang strapazierte der Entertainer Ferdi die Lachmuskeln des Publikums gewaltig, vor allem, als er die Liebesabenteuer seiner Tante Helga in Spanien mit José und Juan zum Besten gab und das Publikum in Hochstimmung mit kräftigen „Ole-Rufen“ seiner Begeisterung kund tat. In schicker Garderobe mit Glitzerkleidern und Federboa kamen die vier schrillen Fehlaperlen die das Publikum mit Humor, Herzblut, Leidenschaft und Power in einen wahren Begeisterungssturm führten, zum Abschluss auf die Bühne. Zunächst trug Tine ein schönes Herbstgedicht vor, um danach mit ihren Teamkolleginnen einen Briefträger einzuladen, indem sie „Poschtle komm, mei Ma ischt verreist“ gesungen haben. Vor allem aber waren es die geradezu greifbare Freude an den Tücken des Alltags und der unnachahmliche Humor, mit dem die schrillen Fehlaperlen ihr Publikum gefesselt und begeistert haben. Sie kamen von der Bühne herunter und mischten sich unter das stürmisch applaudierende Publikum um sich mit dem Lied „Mir duat der Schnaps it guat“ zu verabschieden. Alle waren sich einig:   es waren unvergessliche Stunden mit begeisternder Comedy die den Gästen des Meßstetter Gesangvereins den Alltag versüßten und diesen zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen.